Aktion kritischer Schüler_innen Niederösterreich

Anti-Faschismus

Der Begriff Faschismus stammt ursprünglich vom italienischen „fascismo“, eine Selbstbezeichnung der Anhänger und Anhängerinnen Benito Mussolinis. Schon in den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts weiteten Gegner_innen dieser Bewegung den Begriff auch auf andere rechtsradikale, autoritäre, totalitäre und nationalistische Regime, Diktaturen und politische Gruppen aus, besonders auf den deutschen Nationalsozialismus.

Zeit des Nationalsozialismus

Das Ziel der Nationalsozialisten und Nationalsozialistinnen war die komplette Vernichtung der Juden_Jüdinnen, auch bekannt als „Erlösungsantisemitismus“. Ab 1940 wurde die systematische, industrielle Ermordung von Juden_Jüdinnen euphemistisch „Endlösung der Judenfrage“ genannt. Heute kennen wir diese Taten als Holocaust oder Shoa (hebr. „Katastrophe“, „großes Unglück“).

Insgesamt fielen dem nationalsozialistischen Regime mehr als 13 Millionen Menschen zum Opfer (Roma und Sinti, Euthanasieopfer, Deportierte, geistig wie körperlich Behinderte, …) davon 6 Millionen Juden_Jüdinnen.

Das Rechte Lager heute

In Österreich bewegt sich am äußersten rechten Rand die FPÖ, auch wenn sie das immer wieder leugnen. Rassistische Aussagen und Inhalte stehen in dieser Partei an der Tagesordnung und es lassen sich deutliche Verbindungen zu rechtsextremen Gruppierungen feststellen. Zum Beispiel der Parteichef Strache kommt, wie viele andere Spitzenfunktionäre (sic!) aus einer rechten Burschenschaft. Teilorganisationen der FPÖ versuchen erst gar nicht, sich von der extremen Rechten abzugrenzen. Dem RFJ (Ring freiheitlicher Jugendlicher) und dem RFS (Ring freiheitlicher Studenten) wurde in zahlreichen, durch engagierte Journalist_innen aufgedeckten Fällen die Nähe zum Rechtsextremismus nachgewiesen.

Burschenschaften sind Verbindungen, die aus Studenten und ehemaligen Studenten einer Hochschule bestehen. An ihnen dürfen nur Männer partizipieren und sie werden von verschiedenen Institutionen, wie beispielsweise dem Dokumentationsarchiv Österreichischen Widerstands (DÖW) als rechtsextrem eingestuft. Burschenschaften haben enormen Einfluss in Österreich; sie sind in Justiz, Politik und Exekutive sehr stark vertreten und schaffen es, wie aktuelle Entwicklungen zeigen, Anti-Faschismus immer mehr zu kriminalisieren.

Seit 2012 hat sich in Deutschland und Österreich eine neue rechte Bewegung gebildet, die immer stärker wird: die Identitären. Sie vertreten die Ideologie des Ethnopluralismus, deren Vertreter und Vertreterinnen eine kulturelle „Reinhaltung“ von Staaten und Gesellschaften nach Ethnien anstreben.

Gemeinsam gegen Rechts

Je stärker die Rechte in Europa wird, desto besser vernetzen sich auch die Antifaschist_innen. In Österreich gibt es bereits in vielen verschiedenen Städten, bzw. Bundesländern breite Bündnisse, an denen sich auch die AKS beteiligt. Einige Beispiele sind „Linz gegen Rechts“, „Braunau gegen Rechts“, die „Plattform gegen Rechts“ in Salzburg. Das größte Bündnis ist aber zweifelsfrei die „Offensive gegen Rechts“, die vor allem in Wien agiert. Gemeinsam werden verschiedene Demonstrationen und Aktionen geplant. Ein wichtiges Ziel ist es, öffentlich auf das Thema aufmerksam zu machen und aufzuklären, damit faschistische Strömungen früh genug eingedämmt werden können.